35 Kultur Fort l'Ecluse, Leaz

An den Pforten der Region von Gex liegt die Festung Fort l’Ecluse, eines der drei beeindruckendsten Beispiele für französische Bergfestungen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Eine unterirdische Treppe mit 1165 Stufen verbindet den unteren mit dem oberen Teil der Burgfestung. Animationen, Ausstellungen und Video-filme auf Grossleinwand lassen Ihren Besuch dieses einmaligen Bauwerks zu einem unvergesslichen Ereignis werden.
Ein Klettersteig ist beim Parkplatz der Festung. Er ist frei zugänglich und verlangt daher geeignete Ausrüstung.

Fort l'Ecluse ist ein natürlicher Engpass, der seit dem Mesolithikum von Jägern und Bauern als Durchgang benutzt worden ist.
Im Jahr 58 v.Chr. erkannte Julius Cäsar die strategische Wichtigkeit dieser Passage, welche die Ebenen von Lyon mit dem Westschweizer Becken verbindet.
Ab 45 v.Chr. nahmen der Tauschhandel an dieser Enge zu. Die Strasse wurde aber erst im Mittellalter befahrbar.
Um 1225 übernahm der Sir von Gex die Kontrolle der Passage, indem er eine Zollstelle und später ein befestigtes Haus errichtete.
Im Verlauf des 14. und 15. Jahrunderts folgten um die Kontrolle des Hauses die Kriege zwischen den Savoyern, Bernern, Genfer und Franzosen.
Im Jahr 1601 setzte das Abkommen von Lyon diesen Kriegen ein Ende. Die Umgebung von Gex sowie das befestigte Haus wurnde ans Königreich Frankreich gebunden.
Im 17. Jahrhundert wurde das befestigte Haus in eine Festung erweitert, welche den Namen "Fort de l'Ecluse" bekam.
Im Jahr 1815 wurde die Festung durch die ÿsterreicher zerstört. Sie wurde zwischen 1821 udn 1830 wieder aufgebaut.
Zwischen 1831 und 1841 wurde 150 m unterhalb der Festung eine befestigite Kaserne gebaut, um die Angriffe von den Bergen her abzuwehren.
Seither besteht Fort l'Ecluse aus zwei Festungen, welche durch eine lange, unterirdische Treppe mit 1165 Stufen verbunden sind.
Im Jahr 1860 wurde Savoyen französisch, und die Festung verlor ihre strategische Wichtigkeit. Es diente aber als Zollposten auf der Strasse zwischen Lyon und Genf...
Im Jahr 1939 wurde im Berg ein Tunnel gebaut, um den Strassenverkehr um den Flaschenhals Fort l'Ecluse umzuleiten.
Wàhrend des zweiten Weltkrieges war die Festung Teil der Maginot-Linie. Es war der letzte militärische Posten, welcher den Deutschen widerstand.
Im Jahr 1956 wurde die Festung von der Armee verlassen. Es gab Besetzungen durch Personen und Vandalismus.
Im Jahr 1981 wurde die Festung Besitz des Gemeindeverbandes der Gex-Region.
Seit 1995 schliesslich ist die Festung jeden Sommer der ÿffentlichkeit zugänglich.

Route

Mit dem Auto : Autobahn A40 Mâcon-Genf : Ausfahrt Nr. 10 Bellegarde-sur-Valserine. Autobahn A39 : Ausfahrt Nr. 7 Poligny, anschlieBend RN5 Richtung Gex und Bellegarde. Autobahn N1 (Schweiz): Ausfahrt Meyrin/St Genis Pouilly / Bellegarde.

Preise, Pakete

Individuelle Tarife :
Erwachsene: € 5,00.
Kinder von 6 bis 16 Jahren: € 3.50.
Preis Student und Jobsucher (auf Vorlage der Karte): € 3.50.
Preis Familie (2 Erwachsene und 2 Kinder Minimum): € 15,00.
Gratis :
Kinder unter 6 Jahren
Empfänger des RMI auf Vorlage

Preise Gruppen ab 20 Personen :
-- Erwachsene: € 4.50.
-- Kinder: € 3.00.

Gültigkeitsdaten

Offnungszeiten Sommer :
Die Festung ist geöffnet vom 18. Juni bis 18. September 2016
Von Montag bis Sonntag von 10 Uhr bis 18.30 Uhr

Vorgeschlagenen Besuche und Dauer

 

Freier Besuch 1:30 bis 2:30 Stunden.

Gesprochene Sprachen

Französisch. Englisch

Beschreibung der Dienste und / oder vorgeschlagenen Infrastruktur

Rund ums Fort:
Wanderweg
Kletterroute (Ausrüstung obligatorisch)

Einige Infos:
Die Innenräume des Forts l'Ecluse sind nicht begleitete Rollstuhlgänger nicht offen. Die Aussenanlagen sind für Rollstuhlgänger schwer zu begehen.
- Der Besuchsrundgang beinhaltet zahlreiche und in Grösse und Form sehr unterschiedliche Treppen.
- Haustieren ist der Zugang zum Rundgang verboten, ausser Führer- oder Begleithunden.
- Die Toiletten sind nur Personen mit Eintrittsticket zugänglich.

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